Das frühere Dorf Groß Freden, am Westufer der Leine im Bereich
einer Furt gegründet, bildet mit dem Rittergut Esbeck und dem Weiler
Rhönkrug die Kirchengemeinde St. Georg, einer der beiden
Kirchengemeinden, die zum Pfarramt Freden gehören.
Die Kirche dieser Gemeinde wird als „EKKLESIA FREDENON“ erstmals im
Jahr 1068 in einer Urkunde Heinrichs IV erwähnt. Grundherr war der
Bischof von Hildesheim, der ein „festes Haus“ und die Gebäude der
„Zehntscheune“ auf dem Berg hinter der Kirche und die Kornmühle an
der Leinebrücke unterhielt. Die Kirche steht auf einem
Muschelkalkrücken oberhalb der Leineaue. Sie wird von den Gebäuden
des alten
Dorfkerns Groß Fredens umgeben.
Die heutige Kirche wurde im Jahr 1820 für 3178 Taler aus
Selterdolomit erbaut. Sie ist 23.50 m lang, 10,50 m breit und 6,75
hoch. An der Nordseite befinden sich fünf große, leicht gewölbte
Fenster. An der Südseite ist diese Fensterreihe durch einen
Seiteneingang durchbrochen. Der Haupteingang führt durch den Turm,
der noch von der alten, ursprünglich kleineren Kirche erhalten ist
und wohl noch aus dem Mittelalter stammt. Die Turmuhr mit einem
mechanischen 7-Tage-Uhrwerk wurde 1928 eingebaut. Eine außenhängende
Uhrglocke zeigt die halben und ganzen Stunden an.
Im Turm befinden sich zwei Bronzeglocken. Die große aus dem Jahr
1936 trägt die Inschrift: IPSA CARENS SENSU SORDA IMPLEO MOLLIA
SENSU TRISTI ET AMORE PIO LAETITIA ADQUE METU (Selbst empfindungslos
erreg ich in fühlenden Seelen heilige Liebe und Schmerz, Schrecken
und Wonnegefühl; Übersetzung durch Paul Graff). Die frühere zweite
Glocke wurde im 1. Weltkrieg zum Gießen von Kanonenrohren abgeholt.
Die neue kleine Glocke aus dem Jahr 1931 trägt als Inschrift zwei
Bibelworte: O LAND, LAND, LAND, HÖRE DES HERREN WORT (Jeremia 22,29)
und einen Vers aus dem Hebräerbrief (Hebr. 13,14): WIR HABEN HIER
KEINE BLEIBENDE STADT.
Im Innern der Kirche befindet sich der klassizistische Kanzelaltar
aus dem Jahr 1818/19, der im Jahr 1993 restaurierte Barock-Taufengel
und zwei aus dem Jahr 1983 stammende Kronleuchter. Die Decke ist mit
einer etwa aus der zeit um 1900 stammenden Deckenmalerei verziert.